Was ich aus dem tragischen Todesfall am Einsteinmarathon gelernt habe

Hi Läufergemeinde, das Foto zeigt nochmal mich beim Einsteinmarathon am Sonntag in Ulm. Aber darum soll es gar nicht gehen.

Kurz vor dem Ziel ist ein 30-jähriger Halbmarathonläufer zusammengebrochen. Helfer haben versucht, ihn zu reanimieren, wenig später ist er jedoch gestorben. Als Ursache kommt eine verschleppte Erkältung infrage, sicher ist das aber nicht.

Das war ein Schock und hat Eindruck hinterlassen. Zum einem, weil es mir zeigt, dass man – wie es ja so schön heißt – tatsächlich auf seinen Körper hören muss und dann auch nach wochen- und monatelangem Training für einen Wettkampf das Rückgrat haben muss zu sagen: Nein, mir geht es schlecht. Ich starte heute nicht. Oder ggf. bei Kilometer X auszusteigen. Eine verdammt harte Entscheidung, aber manchmal die einzig richtige.

Auf der Zielgeraden haben sofort Läufer angehalten, um zu helfen. Ich war unglaublich froh und erleichtert, als ich das gelesen habe. Nennt mich einen Zyniker, aber wenn ich sehe, wie verbissen manche an die Lauferei herangehen, habe ich so meine Zweifel, ob das für jeden selbstverständlich wäre. Aber keine persönliche Bestzeit ist es wert, jemanden der in Not ist einfach liegenzulassen.

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